Käthe Kruse am Lago Maggiore

Beginn einer künstlerischen Karriere

Käthe Kruse am Lago Maggiore
© Stadt Donauwörth
Käthe Kruse Selbstporträt, um 1905

Als 1904 die zweite Tochter von Käthe Simon-Kruse (1883 – 1968) zur Welt kam, brachte Max Kruse (1854 – 1942) seine kleine Familie in eine Freidenkerkolonie in Ascona am Lago Maggiore. Zivilisationsüberdrüssige Utopisten, hatten am „Monte Verità“, dem „Berg der Wahrheit“ ein Experimentierfeld für neue Formen des Gemeinschaftslebens geschaffen. Ähnlich wie die Gründer der Kolonie, Henri Oedenkoven und Ida Hofmann lebten Käthe und Max Kruse in „freier Liebe“ zusammen und steuerten erst 1909 in den Hafen der Ehe.

Max Kruse und Käthe trafen am Monte Verità auf Theosophen, Künstler und Anarchisten, auf Philosophen und Schriftsteller, wie Gustav Gräser, Erich Mühsam, Pjotr Kropotkin, Ellen Key, Gabriele Reuter u.a.

Käthe Simon-Kruse bezog in nächster Nähe zum Monte Verità ein Vogelstellerhäuschen, das „Roccolo“. Dort weilte sie bis 1909 mit ihren beiden Töchtern. Max Kruse blieb in Berlin und kam sporadisch zu Besuch.

In Ascona begann sich Käthe künstlerisch zu betätigen. Während sie mit ihren Kindern durch Italien wanderte, malte sie Aquarelle und zeichnete. 1905 begann Käthe, selbst Puppen zu machen. Als sich ihre älteste Tochter Maria „ein Kind für ein Kind“ wünschte und Vater Max Kruse es ablehnte, eine der handelsüblichen, starren Puppen mit Porzellankopf zu kaufen, schuf Käthe den Prototyp der ersten weichen und warmen Käthe-Kruse-Puppen.
Es jährt sich 100 Jahre, als Käthe Kruse 1910 mit ihren Puppen an der Ausstellung „Spielzeug aus eigener Hand“ im Warenhaus Tietz in Berlin teilnahm und ihr fortan ein weltweiter Erfolg beschieden war.

In der Ausstellung sind Kunstwerke, Dokumente, Fotos, Bücher und natürlich die ersten und kostbarsten Puppen aus der frühen Zeit ihrer Schaffenskraft – aus Beständen des Museums und aus Privatsammlungen – zu sehen.

Die Sonderausstellung ist vom 8. Mai bis 29. August 2010 im Käthe-Kruse-Puppen-Museum an der Pflegstraße 21 a in Donauwörth zu sehen.
Geöffnet: Mai von 11 bis 17 Uhr; Juni bis August von 10 bis 17 Uhr,
Montags geschlossen

Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten jederzeit nach Vereinbarung möglich.

i: Museumsleitung, Rathausgasse 1, D-86609 Donauwörth,
Tel. 0906/789-170 oder Tel. 0906/789-151, Fax 0906/789-159 und www.donauwoerth.de

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Öffnungszeiten:

08.05. - 29.08.2010 von 11:00 bis 17:00 Uhr

Standort:

Käthe-Kruse-Puppen-Museum

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Tourist-Information:

Städt. Tourist-Information Donauwörth
Rathausgasse 1
86609 Donauwörth
(09 06) 7 89-1 51 fon
(09 06) 7 89-1 59 fax
www.donauwoerth.de

Veranstalter:

Stadt Donauwörth
Rathausgasse 1
86609 Donauwörth
(09 06) 7 89-0 fon
(09 06) 7 89-9 99 fax
www.donauwoerth.de

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